Auf der Plattform „Suspilne Mediathek“ kann man den Dokumentarfilm „Ukrainedeutsche: Geschichte der Gemeinschaft“ ansehen, der vor 30 Jahren (1995, 27 Min.) gedreht wurde. Der Film wurde vom staatlichen Unternehmen „Ukrainische Fernsehfilmstudios Ukrtelefilm“ produziert. Regie führte Serhij Dudka.
Der Film ist Teil der Reihe „Nationale Minderheiten in der Ukraine“ und erzählt vom Leben der deutschen Siedler in der Ukraine. Die Mitglieder der Gemeinschaft berichten in ihren eigenen Worten, beschreiben Traditionen und kulturelle Praktiken und beleuchten auch die schwierigen Kapitel ihrer Geschichte, insbesondere die Repressionen und Deportationen durch die sowjetische Regierung.
Eine besondere Stärke des Films liegt in seinem sorgfältigen Einsatz von Archivmaterialien und dokumentarischen Aufnahmen. Die ZuschauerInnen bekommen die Möglichkeit, den noch jungen Zoltan Kisman zu sehen, persönliche Erinnerungen von Zeugen der Deportation nachzuvollziehen und die damals noch nicht restaurierte Kirche in Odesa zu betrachten. Zusätzlich zeigen die Aufnahmen die Lebensbedingungen in Übergangsunterkünften, in denen Siedler in den 1990er Jahren vorübergehend untergebracht waren, als sie wieder in die Ukraine zurückkehrten.
Die Dokumentation vermittelt das Leben der Gemeinschaft durch persönliche Geschichten und lebendige Zeugnisse und bewahrt so die Erinnerung an kulturelles Erbe sowie an die schwierigen Lebensumstände der Vergangenheit. Sie ermöglicht den Zuschauenden, die Geschichte der deutschen Minderheit in der Ukraine besser zu verstehen und ihren Einfluss auf die soziale und kulturelle Entwicklung der Regionen nachzuvollziehen.
Der Film ist über den Link verfügbar.
