Präsidentin des Europäischen Parlaments Roberta Metsola hat am 9. Juni im Europäischen Parlament in Brüssel der Opfer sowjetischer Deportationen gedacht.
In den Jahren 1936-1952 führte das sowjetische Regime Massendeportationen ganzer Völker durch. Millionen Menschen wurden zwangsweise aus ihrer Heimat vertrieben und nach Sibirien sowie Zentralasien verschleppt, wo viele von ihnen an den extremen Lebensbedingungen, Hunger und Erschöpfung starben.
Ein Teil der Deportierten wurde zudem in die sogenannte „Arbeitsarmee” eingegliedert, wo sie unter Zwang und in gefährlichen Verhältnissen arbeiten mussten.
Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments: „…Sie versuchten, ihre Namen, ihre Häuser, ihre Sprache, ihren Glauben und ihre gesamte Lebensweise auszulöschen. Doch es ist ihnen nicht gelungen. Deshalb gedenken wir hier gemeinsam dieser Menschen. Wir holen ihre Erinnerung zurück ans Licht. Denn hier, im Herzen Europas, ist ihre Erinnerung bei uns in Sicherheit.“
Zu den Betroffenen zählten Krimtataren, Ukrainer, Polen, Völker des Baltikums sowie Deutsche aus der Ukraine und anderen Regionen der UdSSR. Für zahlreiche Familien hatte die Deportation unumkehrbare Folgen: den Tod von Angehörigen, den Verlust von Hab und Gut sowie die Zerstörung von Gemeinschaften, die über Generationen gewachsen waren.
Mehr über Einzelschicksale, Archivdokumente und die verschiedenen Deportationswellen erfahren Sie in der Online-Ausstellung „Deportation der Deutschen der Ukraine (Informationsmaterialien zum 85. Jahrestag der Tragödie)”: https://art.deutsche.in.ua/ua/page/deportation
Die Rede von Parlamentspräsidentin Roberta Metsola ist auf der Website des Europäischen Parlaments abrufbar: https://multimedia.europarl.europa.eu/en/video/commemoration-of-the-victims-of-the-soviet-mass-deportations-with-the-participation-of-roberta-metsola-ep-president-extracts_I290505
