In Berlin wurde das kulturelle Erbe der Schwarzmeerdeutschen vorgestellt

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Am 14. Juni 2026 fand im Rathaus des Berliner Bezirks Lichtenberg im Rahmen des Festivals „Odesa Fest“ ein Abend des internationalen Dialogs unter dem Titel „Das kulturelle Erbe der Schwarzmeerdeutschen von Odesa“ statt.

Während der Veranstaltung präsentierte der Rat der Deutschen der Ukraine die Ergebnisse des Projekts „Virtuelles Museum der Schwarzmeerdeutschen“ – eine Fotoausstellung und ein Fotoalbum, die auf den Ergebnissen der Expeditionen zu den historischen deutschen Siedlungen im Süden der Ukraine basieren. Die Publikation vermittelt den Leserinnen und Lesern Einblicke in die Geschichte, das architektonische Erbe und den heutigen Zustand der ehemaligen deutschen Siedlungen in den Regionen Odesa, Mykolajiw und Cherson.

Besondere Aufmerksamkeit der Gäste zog die Rekonstruktion einer authentischen Puppe der Schwarzmeerdeutschen auf sich, die von der Kulturwissenschaftlerin und Künstlerin Maryna Palij auf Grundlage historischer Vorbilder von Kinderspielzeugen deutscher Kolonisten in Bessarabien geschaffen wurde.

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten zudem die Gelegenheit, die einzigartige Publikation „Vom Tylihul nach Akkerman über Odesa und Lustdorf“ kennenzulernen – die erste ukrainische Übersetzung der Erinnerungen des bekannten deutschen Geographen, Ethnographen und Reisenden Johann Georg Kohl. Vor mehr als 150 Jahren bereiste er den Süden der Ukraine und hinterließ wertvolle Zeugnisse über das Leben in der Region, ihre Bewohner sowie die deutschen Siedlungen.

Die Veranstaltung wurde zu einer wichtigen Plattform für den ukrainisch-deutschen Kulturdialog und die Vermittlung des multinationalen historischen Erbes der Ukraine an die deutsche Öffentlichkeit.

Wir danken dem Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Martin Schaefer, Angelika Soldatenko sowie allen, die zur Durchführung der Veranstaltung beigetragen haben.

16 Juni 2026
Quelle: Amal News
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