Am 14. Januar fand in Lüneburg am Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN e.V.) – die Präsentation des Virtuellen Museums der Schwarzmeerdeutschen statt, das vom Rat der Deutschen der Ukraine umgesetzt wird.
Das IKGN e.V. ist eine führende Forschungseinrichtung, die sich mit der Geschichte und Kultur der Deutschen in Nordosteuropa sowie mit den historischen und kulturellen Entwicklungen in Polen, dem Baltikum, Russland und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion befasst. Seit vielen Jahren dient das Institut als wichtige wissenschaftliche und fachliche Plattform für die Erforschung der Geschichte deutscher Gemeinschaften in Osteuropa.
Im Rahmen der Präsentation wurden die Zielsetzungen und die Struktur des Virtuellen Museums vorgestellt, ebenso seine Quellenbasis, die Arbeit mit Archivmaterialien, historischen Fotografien und kartographischen Daten sowie die Perspektiven für die Weiterentwicklung der digitalen Plattform.
Im Anschluss an die Präsentation fand ein konstruktiver Austausch zwischen der Leitung des IKGN e.V. und der Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Iryna Tybinka, statt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Bedeutung der Bewahrung des historisch-kulturellen Erbes der Deutschen in der Ukraine, insbesondere in den frontnahen Regionen, die durch den Krieg besonders stark betroffen sind.

Erörtert wurden mögliche Wege zur Intensivierung der Unterstützung von Projekten in diesem Bereich, darunter die Unterstützung bei der Erschließung und Digitalisierung von Archiven, die 3D-Dokumentation, die fotografische Erfassung von Erinnerungsorten sowie von architektonischen und sakralen Baudenkmälern des deutschen Kulturerbes.
Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit für die Sicherung und Vermittlung des gemeinsamen europäischen Kulturerbes. In diesem Zusammenhang ist das Nordost-Institut (IKGN e.V.) Partner des Rates der Deutschen der Ukraine bei der Umsetzung des Projekts des Virtuellen Museums der Schwarzmeerdeutschen sowie bei der weiteren Entwicklung von Initiativen zur digitalen Bewahrung und Vermittlung des deutschen Kulturerbes in der Ukraine geworden.