Was kann eine gewöhnliche Kinderpuppe über die Vergangenheit erzählen? Manchmal die Geschichte einer ganzen Familie, einer Kolonie und einer Generation.
In der neuen Ausgabe des Videojournals des Rates der Deutschen der Ukraine erzählt die Heimatforscherin Olena Seidel über ein besonderes Kulturerbe der Deutschen am Schwarzen Meer – eine Puppe deutscher Kolonisten.
Ihre Geschichte ist mit Olena Oleksandriwna Biber verbunden, einer Angehörigen einer Familie deutscher Kolonisten aus Nowohradkiwka in dem Gebiet Odesa. Sie fertigte die Puppe aus ihrer Kindheit nach, die später Teil einer Forschung über traditionelle Puppen des Gebietes Odesa wurde und sogar auf dem Umschlag eines Buches erschien.
Doch hinter diesem kleinen Spielzeug verbirgt sich eine viel größere Geschichte – das Leben einer deutschen Kolonie, Krieg, die Deportation der Familie, Entbehrungen und Zwangsumsiedlung.
Olena Seidel erforscht seit vielen Jahren die Volkskultur des Südens der Ukraine und sammelt Zeugnisse über das ukrainische und deutsche Kulturerbe am Schwarzen Meer. Auf Grundlage von Museumsexponaten, alten Fotografien, Büchern und Erinnerungen von Zeitzeugen hat sie außerdem eine Reihe von Puppen in der traditionellen Kleidung deutscher Kolonisten geschaffen.
Im Video sehen Sie, wie diese Puppen aussahen, wie Kinder sie in den deutschen Kolonien anfertigten und warum ein kleines Spielzeug zu einer echten historischen Quelle werden kann.
Sehen Sie sich die neue Ausgabe des Videojournals des RDU an – über Dinge, in denen die Erinnerung an Generationen bewahrt wird.