In Lwiw wurde eine Ausstellung mit Gemälden von Künstlerinnen und Künstlern deutscher Herkunft in der Ukraine eröffnet, die dem 85. Jahrestag der Deportation der Deutschen gewidmet ist.

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Am 17. April wurde in Lwiw die Ausstellung „Treffen der Generationen“ eröffnet, die der Geschichte und dem kulturellen Erbe der Deutschen der Ukraine gewidmet ist. Die Ausstellung findet in der Zentralen Stadtbibliothek „Lessja Ukrajinka“ statt und ist dort bis zum 1. Mai zu sehen.

Die Ausstellung umfasst 26 Werke, die zwei thematische Linien bilden. Der erste Teil besteht aus 13 Gemälden von Harry Ruff und konzentriert sich auf das architektonische Erbe der deutschen Kolonisten - insbesondere auf Darstellungen von Kirchen, die über Jahrhunderte hinweg wichtige Zentren des Lebens der deutschen Gemeinschaften in der Ukraine waren.

Der zweite Teil umfasst 13 Werke: die Gemälde von Halyna Newintschana-Martin, die sich mit dem Thema der Deportation der Deutschen sowie mit der Bewahrung des historischen Gedächtnisses an die Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen; ergänzt wird dieser Teil durch Arbeiten von Tetjana Juschko, Petro Aleksjejew und Jewhen Karpenko.

Das Projekt wurde bereits in verschiedenen Städten der Ukraine präsentiert, darunter Odesa, Kyjiw, Mykolajiw, Cherson, Saporischschja, Dnipro, Donezk, Bila Zerkwa, Mukatschewo, Tschynadijowo, Ternopil und Uschhorod, sowie in Druskininkai (Litauen) und Berlin (Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland). Lwiw ist somit die nächste Station dieser Ausstellungstour.

Während der Eröffnung hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich mit den Werken vertraut zu machen und persönliche Geschichten zu hören, die dem Projekt zugrunde liegen. Angelina Schardt, Präsidentin der Assoziation der Deutschen der Ukraine, die sich seit über zwanzig Jahren mit diesem Thema beschäftigt, teilte die Geschichte ihrer Familie und berichtete über den Prozess der Materialsammlung. Die Künstlerin Halyna Newintschana-Martin sprach über die Entstehung ihrer Werke und Bücher sowie über die Schicksale von Familien, die infolge der Deportationen Verfolgung und Verluste erlitten haben. Die Veranstaltung wurde von Wassyl Kmet moderiert, dem Direktor der Lwiwer Stadtbibliothek.

Die Ausstellung erfüllt eine wichtige aufklärerische Funktion, indem sie das Thema der historischen Erinnerung und des interkulturellen Dialogs in den Fokus rückt. Durch die Verbindung von architektonischen Bildern und persönlichen Erfahrungen ermöglicht sie ein tieferes Verständnis der gemeinsamen Geschichte und der Erfahrungen verschiedener Gemeinschaften.

Das Projekt wird von der NGO „Mykolajiwer Gebietszentrum der deutschen Kultur“ und der Organisation „Deutsche Jugend“ auf Initiative des Rates der Deutschen der Ukraine umgesetzt. Die Ausstellung wird mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern durch den Wohltätigkeitsfonds „Gesellschaft für Entwicklung“ durchgeführt.

20 April 2026
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