Kulturarbeit

„Geschichte und Kultur der Deutschen in Kasachstan“ wurde in Kiew präsentiert

Am 24. November fand die Präsentation des Buchs „Geschichte und Kultur der Deutschen in Kasachstan“ im Zentrum der Deutschen Kultur „Widerstrahl“ statt. Das Buch wurde von seinem Autor, Dr. Alfred Eisfeld, präsentiert. Zuvor wurde dieses Buch in einigen Städten Kasachstans vorgestellt.

Zu dieser Veranstaltung in Kiew kamen mehr als 50 Leute, die sich für die Geschichte der Deutschen interessieren, sowie selbst aus Kasachstan stammen oder Verwandte dort haben. Unter den Gästen waren auch viele Historiker und Forscher.

   

Nach den Worten von Dr. Alfred Eisfeld war das Buch für alle Anwesenden sehr aktuell.

So ein aufmerksames Publikum trifft man nicht jeden Tag. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: die meisten Anwesenden lebten in Kasachstan und zogen dann in die Ukraine. Das heißt, sie hörten heute Fragmente ihrer eigenen Geschichte. Dieses Buch ist auch interessant, weil dort die Verbindung zwischen der Ukraine und Kasachstan dargestellt ist. In dem Sinne, dass im 20. Jahrhundert Hunderttausende von Deutschen aus der Ukraine gegen ihren Willen nach Kasachstan deportiert wurden. Dies geschah in den 1920er und 1930er Jahren und natürlich in den Kriegsjahren. Es ist bekannt, dass nach der Abschaffung der Sondersiedlungen durch ein Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 13. Dezember 1955 alle diese Deportierten gegen Quittung ein Rückführungsverbot für das Gebiet ihres Vorkriegsaufenthaltes bekamen. So blieb eine große Anzahl der Deutschen der Ukraine in Kasachstan und diese Verbindung zwischen der Ukraine und Kasachstan ist sehr lebhaft. Dies wird durch hunderttausende Schicksale von Deutschen, Ukrainern und Leuten anderer Nationalitäten, die in der Ukraine und dann in Kasachstan lebten, bestätigt.

Die Veranstaltung besuchte auch der Botschaftsrat der Botschaft der Republik Kasachstan in der Ukraine, Herr Arnur Tanbay. Er hat großen Dank an Dr. Alfred Eisfeld geäußert und das Grußwort vom Botschafter, Herrn Samat Ordabaew, vorgelesen.

   

Es wurde auch ein Grußwort vom Mashilisabgeordneten der Republik Kasachstan, Vorsitzenden des Kuratoriums des gesellschaftlichen Fonds Vereinigung der Deutschen Kasachstans Wiedergeburt, Dr. Alber Rau, angehört.

Nach der Präsentation fand eine Diskussion statt. Zwei Bücher wurden dem Rat der Deutschen der Ukraine und dem Zentrum der deutschen Kultur „Widerstrahl“ vom Autor geschenkt.

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Date: 29.11.2017
Author: Büro des RDU